![]() | 02.02.2012 Seelenverwandtschaft Hallo JCler und Innen! Kennt ihr euren Seelenverwandten? Ist er vielleicht sogar euer Partner? Meine liebe Freundin hat neulich den Gedanken aufgeworfen und er lässt mich nicht mehr ruhen. Ich habe eine wundervolle Beziehung, voller Respekt und Wertschätzung. Wir haben in vielerlei Hinsicht gleiche Ansichten und planen schon unser zukünftiges Haus (von dem wir auch die gleichen Vorstellungen haben)... Es gibt keine bösen Worte und Streits zwischen uns, Probleme werden sofort angesprochen und aus der Welt geschafft. Wir gehen aufeinander ein, planen gemeinsam die Tage und jeder fühlt sich vom Anderen geliebt. Was mich nun beunrihigt, ist, dass da kein unsichtbares Band zwischen uns besteht. Diese kosmische Verbindung, dieses Verstehen ohne Worte. Kommunizieren über Distanz ohne technische Hilfsmittel... Ich bin mir sicher, dass die meisten aller Beziehungen keine Seelenverwandtschaft sind. Aber es gibt sie, diese magischen Geschichte. So wird meine Freundin inzwischen seit Jahrzehnten von dieser einen Liebe verfolgt... Immer wieder kreuzen sich ihre Lebensbahnen, immer wieder taucht ihr altes Zeichen auf. Doch sie ist mit einem anderen Mann verheiratet! Das würde mich zerstören.... ich bin sehr sehr sehr glücklich momentan, habe aber irgendwie Angst, ich könnte später meinen "Seelenverwandten" kennenlernen. Was dann? Kennt ihr solche magischen Geschichten? Freue mich schon auf eure Antworten... SchwarzeSocke |
![]() | 02.02.2012 ich bin sehr sehr sehr glücklich momentan, habe aber irgendwie Angst, ich könnte später meinen "Seelenverwandten" kennenlernen. Was dann? jedes problem zu seiner zeit...würde ich mir um alle Dinge einen Kopf zerbrechen die passieren könnten welche mein Leben beeinflußen, würde ich verrückt werden Ich denke wenn man seinen seelenverwandten gefunden hat ist dies bestimmt ein tolle sachen, aber bestimmt keine Bedingung um ein Leben in Partnerschaft zu führen....unsichtbare bande, das fühlen und denken seines gegenüber wahrzunehmen hat aus meiner sicht andere ursachen als nur partnerschaftliche interessen |
![]() | 02.02.2012 Hallo schwarzesocke, ein Seelenverwandter muss nicht unbedingt immer die "große Liebe" oder der "Mensch mit dem man ja zusammen sein muss" sein. Wenn du glücklich bist in deiner Beziehung, wenn du nicht das Gefühl hast "irgendwas ganz wichtiges fehlt" dann solltest du nicht zu viel drüber nachdenken ob er denn der Richtige ist, nur weil es vielleicht nicht das spektakuläre "er ist mein Seelenpartner" Gefühl ist. Manchmal verpasst man die RICHTIGEN Menschen im Leben, weil man auf den PERFEKTEN wartet. Natürlich streite ich nicht ab, dass es Menschen gibt, die so eine intensive Liebe mit Seelenpartner erleben dürfen, denen fast schicksalshaft immer wieder diese eine Person begegnet obwohl sie vielleicht grad anderweitig glücklich sind und natürlich gibt einem das zu denken, aber man sollte nicht darauf warten. Ein schönes Zitat, deren Autor ich leider nicht weiss, besagt: "Während man auf das eine große Glück wartet, verpasst man so oft das Kleine, was einem immer wieder begegnet". Damit will ich sagen, niemand kann dir eine Garantie geben, ob deine jetzige Beziehung irgendwann später immer noch so ist wie sie jetzt ist, aber es kann dir auch niemand sagen, ob du glücklicher wärst, wenn du deinen Seelenpartner findest und es kann dir auch niemand sagen ob er jemals kommt. LG kerstin |
![]() | 02.02.2012 Hach ja, Seelenverwandtschaft. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass es etwas derartiges nicht gibt, respektive sich ein derartiges Empfinden ziemlich einfach erklären lässt. Gehe ich von der rationalen Seite weg: Ja, kenne ich. Und ehrlich gesagt zerreißt es mir das Herz, wenn ich mir das anschaue, was (innerlich) zwischen uns besteht (Wenngleich es mittlerweile vielleicht sogar "bestand" heißen müsste, wer kann das schon sagen...) und wie die Realität aussieht. Zukünftige Entwicklungen welcher Art auch immer will ich mir gar nicht ausmalen und tue es (mindestens unbewusst) trotzdem. Sicherlich eine erzählenswerte Geschichte, und vielleicht schreibe ich irgendwann auch ein Buch darüber, aber... ... Seelenverwandtschaft ist eine Illusion. Und was bringt mir Seelenverwandtschaft (und "Liebe"), wenn sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht gelebt und zugelassen wird. Für mich klingt es, als führt ihr eine erwachsene und zufriedenstellende Beziehung. Mag sein, dass ihr keine (vermeintlich) magische Energie zwischen euch vibrieren habt, aber ihr habt auch nicht den Schmerz, wenn derartige Energiebälle platzen. Von daher möchte ich fast sagen: "Herzlichen Glückwunsch." (Das Gefühl von) Seelenverwandtschaft ist kein Garant für eine zwischenmenschliche Beziehung jedweder Art auch immer,. (Ich möchte fast sagen "Im Gegenteil.") |
![]() | 02.02.2012 Seelenpartner.. du meinst jemanden, der einen berührt innendrin...egal ob die Begegnung Minuten, Tage, Monate, für immer dauert ? Der mit einem im Rythmus "schwingt", mit dem ich absolut angenehm auch mal schweigen kann, ohne das es sich unangenehm anfühlt ? Mit dem der Sex so ist, das ich nicht weiss, wo ich anfange und er aufhört ? Der mich gedanklich nicht loslässt, obwohl wir uns vieleicht Monate oder Jahre nicht gesehen haben ? Ich würde in meiner aktuellen Singlesituation sagen, das ich das schon hatte, das es das so gibt...aber wenn ich ehrlich bin, fühlt sich auch der nächste Mann, der meine Mauern überwindet...wahrscheinlich erst mal volle Kanone nach Seelenpartner an, um dann irgendwann zu einer "normalen" Erinnerung zu werden. Ich hatte letztens ein Gespräch unter Freundinnen und alle können in Ihrem Leben so einen Menschen nennen, mit dem Sie vielleicht nicht mal zusammen waren, aber bei welchem Sie bis heute ein besonderes Gefühl haben. Besonders eine Begegnung, die aufgrund welcher Umstände auch immer zeitlich begrenzt ist, ruft meines Erachtens nach zum Seelenpartner-Gefühl auf. Die letzte Nacht eines Urlaubs, entspannte Atmosphäre...und NIE die Möglichkeit im Alltag festzustellen, das der andere nur ein ganz normaler Mensch mit Ecken und Kanten ist....wie wir alle...:-) Ich freu mich für meinen Bruder, der in seiner Frau seine Seelenpartner gefunden hat. Seine Hochzeitsansprache bestand aus 2 Sätzen: "Im Leben begegnen uns Tausende von Menschen, Hunderte werden zu Bekanntschaften oder Kollegen die wir wieder vergessen, Dutzende werden zu Nachbarn und Freunden die uns für immer begleiten, einige wenige berühren unser Herz und verweilen eine Zeit, aber es gibt nur einen einzigen Menschen mit dem man alt werden will...der in dessen Seele man sich erkennt." |
![]() | 02.02.2012 "und das bist du !" In diesem Sinne auf die Liebe und die Seelenverwandschaft...:-) Betty |
![]() | 02.02.2012 liebe ² ist seelenverwandschaft. auch so eine mega überhöhung. sicherlich auch ähnlich simpel mit biochemischen prozessen erklärbar wie die liebe als solches. nützt uns aber nichts; wir wollen doch lieber die magischen geschichten hören, lesen oder besser noch erleben als wissenschaftlichen erklärungen. es soll sie ja geben die raum, zeit und konventionen überwindende seelenbeziehung. aber, jetzt relativiere ich mal gewaltig ist manches wunder im digitalen zeitalter auch recht schnell erklärt. da ist es dann kein kunststück und von empathie und feinfühligkeit auch weit entfernt wenn der seelennachbar, nur weil er deinen amazon- account gehackt hat über kunst, literatur und musikgeschmäckle bescheid weis, mit einem so ins blaue philosophiert. und frau denkt sich noch, was für ein feingeist, woher hat er das gewusst und dabei war alles nur geklaut. und dazu dann noch die neigung der zeitgenossen im netz intimstes preiszugeben, so kann man nähe auch erzeugen. und selbst wenn diesen ganzen umständen zum trotz immer weiter am luftschloß gebaut wird( beiderseits logischerweise) es bleibt ein luftschloß. gut wo sollten seelen auch sonst beheimatet sein als in sphärischen räumen des unkonkreten.... |
![]() | 02.02.2012 genau das |
![]() | 02.02.2012 Zu Beginn muss ich anmerken, dass ich eigentlich nicht an solche Dinge glaube. Vorbestimmung, Schicksal, den "Einen", der einen komplettiert und der darum der einzig passende Partner ist... Das ist einfach nicht meine Art, die Welt zu sehen. Indem ich an solche Dinge glaube, verfalle ich in eine passiv-abwartende Weltsicht. Ich lebe in der Annahme, dass alles sich ohnehin so oder so fügen wird. Ich bin vielmehr der Ansicht, dass das Leben das ist, was ich daraus mache. Mein Schicksal ist nicht vorherbestimmt, ich kann es lenken. Ich treffe Entscheidungen, für die ich dann auch die Verantwortung übernehme. Gleiches gilt für Beziehungen. Eine Beziehung ist so tief, wie ich und mein Partner sie werden lassen. Dadurch, dass wir uns eben ganz in die Partnerschaft hineingeben oder auch nicht. @schwarze Socke, ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber hast Du Dir einmal überlegt, wie unfair Deine Äußerungen und Deine Zweifel Deinem Partner gegenüber sind? Du überlegst allen Ernstes, ob er vielleicht nur die zweitbeste Wahl ist. Ob da nicht noch einer irgendwo auf der Welt herumläuft, mit dem Du dann auf kosmische, magische Weise verbunden bist. Merkst Du, wie verrückt das klingt? Es ist doch so: entweder liebst Du diesen Menschen (immerhin sagst Du ja, dass Du glücklich bist mit ihm) oder Du liebst ihn nicht. Nicht genug, um wirklich überzeugt zu sein von ihm. Weiß er eigentlich, dass Du Zweifel an ihm hast? Dass Du heimlich auf magische Momente á la Hollywood-Kino wartest, die Du mit ihm nicht spürst? Wenn Du Hollywood willst, dann musst Du lernen, Hollywood in den kleinen Dingen zu sehen. In IHM, der Dich angeblich so glücklich macht. Liebst Du ihn? Dann sollte Hollywood eigentlich für Dich in allen Dingen sein, die er so tut für Dich. Selbst in der Art, wie er Kartoffeln schält oder den Müll rausbringt, könnte Hollywood sein für Euch. Du musst es nur sehen. DU hast es in der Hand, wie tief Deine Beziehung wirklich ist. Wenn Du selbst tief genug empfindest, dann brauchst Du auch diese alberne Überhöhung von der "Magie" nicht mehr. Dann hast Du diese Magie in jedem Tag, an dem Du mit Deinem Partner zusammen sein darfst. Ich hatte einmal so ein Erlebnis. Das muss ich eingestehen. Ich war mal auf dramatische Weise mit jemandem verbandelt und es war von vornherein klar, dass die Beziehung keine Zukunft haben könnte und würde. Es war eine kurze, aber sehr intensive Verbindung und die Kontrolle über unsere Gefühle kam uns ziemlich abhanden. Eines Tages geschah es, dass wir im selben Augenblick sehr intensiv aneinander gedacht haben mussten. Jedenfalls ließen wir - jeder für sich - plötzlich gleichzeitig bei der Arbeit alles stehen und liegen und rannten zu unserem Treffpunkt. Wir waren nicht verabredet, hatten zuvor nicht miteinander gesprochen. Es war, als hätte mich eine innere Stimme zu diesem Zeitpunkt zu diesem Ort geführt. Und als ich dort ankam, bog er zeitgleich atemlos um die Ecke und wir sagten wie aus einem Mund: "Ich wusste, Du würdest hier sein..." Wir haben uns beide noch oft an dieses Erlebnis erinnert und fanden es sehr eigentümlich. Rückblickend kann das selbstverständlich Zufall gewesen sein. In dem Moment damals fühlte es sich absolut nicht wie Zufall an. Es fühlte sich an wie eine sehr intensive gedankliche Verbindung. Dieser Mann war jemand, der mit meiner Seele sehr gut harmonierte. Wir saßen nebeneinander und einer beendete die Sätze des anderen. Freunde, die das miterlebten, sagten: "Ih, ist ja ekelhaft, die Harmonie, die Ihr ausstrahlt." Heute denke ich, dass er und ich selbst dazu beigetragen haben, dass wir so füreinander fühlten. Dadurch, dass wir beide wussten, dass wir nur eine sehr begrenzte Zeit miteinander haben würden, hat sich unser Gefühle füreinander sehr intensiviert. Dieser touch Drama, der da immer in der Luft lag, der hat gemacht, dass wir einfach sehr wachsam waren und sehr aufmerksam für den anderen. Wir wollten einfach alles einsaugen an Eindrücken, was wir mitnehmen konnten. Weil wir wussten, dass die Trennung nicht fern war. Ich bin überzeugt davon, dass solche dramatischen Bedingungen immer dazu beitragen, den anderen zu überhöhen und Dinge übersensibel wahrzunehmen. Eine Beziehung, die den Alltag jeden Tag von neuem besteht, wird von ganz anderen Gefühlen getragen. Da spielen weniger die dramatischen, angeblich so magischen Momente eine Rolle, sondern Dinge wie Loyalität, Verständnis, Humor und Toleranz. Das klingt nicht ganz so magisch, das klingt mehr realistisch. Aber das ist es, was einer Beziehung Halt und Dauer gibt. Liebe hat viel weniger mit magischen Momenten zu tun, als Du glaubst. Liebe ist, was bleibt, wenn die Magie verflogen ist. Liebe ist, sich jeden Tag (auch an beschissenen Tagen) immer wieder ganz bewusst füreinander zu entscheiden. Auf diese Dinge solltest Du achten, wenn Du eine Beziehung mit Zukunft planst. Lass Dir das von einer gesagt sein, die schon alle möglichen Arten von Beziehung durch hat. Von "Magie" über sexuelle Hörigkeit bis Zweckgemeinschaft habe ich schon alles Mögliche durch. Und jetzt, mit 38, kann ich sagen, dass ich Liebe gefunden habe, die dauern wird. Wenn es nach mir geht, für ewig. Und irgendwelche magischen Gedankenübertragungen gab es zwischen ihm und mir nie. Die brauche ich auch nicht. Darauf kann man nämlich nicht bauen, wenn es darum geht, gemeinsam in die Zukunft zu blicken. |
![]() | 02.02.2012 womit wir ,beim lesen eurer beitrage wieder da sind--->definition wie definier ich für mich etwas? was definiert schwarze socke als Seelenverwandten? ich persönlich würde diesbezüglich schon esotherisch abdriften um diesen Partner so zu sehn...daher bezieht dies dann auch einfluß auf meine kommentare...stimmt dies aber mit dem bild von schwarzesocke überein? |
![]() | 02.02.2012 nicht nur dass ich persönlich auf den Begriff 'Seelenverwandter' mittlerweile total allergisch reagier, wenn er dazu mißbraucht wird, eine Liebesbeziehung überhöhen oder vergolden zu wollen, ich hab ein bisschen Bauchweh, wenn ich Deine Worte @TE im Eingangspost lese. Du lebst eine glückliche Beziehung, ihr versteht Euch, der Sex ist gut, die Kommunikation funktioniert, so wie Du es beschreibst klingt das wie eine Partnerschaft, nach der sich die meisten Menschen (nicht nur hier) alle 10 Finger abschlecken würden. Doch wie wir Menschen nunmal sind, das genügt Dir nicht, Du scheinst Zweifel zu haben, ob das die sagenumwobene *große Liebe* oder eben eine *Liebe unter Seelenverwandten* ist. Und machst Deine Liebe klein, redest sie schlecht. Denn Was mich nun beunrihigt, ist, dass da kein unsichtbares Band zwischen uns besteht. Diese kosmische Verbindung, dieses Verstehen ohne Worte. Kommunizieren über Distanz ohne technische Hilfsmittel... Ich bin mir unbesehen ziemlich sicher, dass da ein unsichtbares Band zwischen Euch ist. Und ja, wenn frau es so nennen will, ist das auch eine kosmische Verbindung. Dir fehlt das Kommunizieren ohne Worte und technische Hilfsmittel? Nun, vielleicht einfach weil Du nicht auf Empfang bist für so etwas? Spaß beiseite (wobei das wirklich 'gelernt' werden kann, sich so auf einen anderen Menschen einstellen, dass frau ihn spürt) - WAS fehlt Dir konkret?Ein Gefühl der Verbundenheit, wenn ich das richtig rauslese. Aber auch wenn ich falsch liege, ich denke, es wäre interessant, Dich zu fragen, was genau Dir fehlt bei diesem Mann? Welches Gefühl Du vermisst und warum Du es vermisst? Soweit ich die Theorien mit den Seelen und Verwandtschaften verstanden habe, können es genau diese engen Seelenverwandten sein, zu denen wir zwar eine innere, nicht erklärbare und enge Verbindung spüren mögen, mit denen aber ein Zusammenleben in der realen Welt oft unmöglich ist. Denn sie sind uns zu ähnlich, kennen uns zu gut - da ist eine Reibung, die Möglichkeit Neues zu entdecken, sich weiterzuentwickeln oft nicht möglich. Davon abgesehen sind strenggenommen alle Menschen Deine Seelenverwandten, denn es sind nunmal allesamt Seelen, die sich als Humanoide inkarnieren. Was jetzt diese Erlebnisse mit Menschen betrifft, die sich über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder begegnen, tief berühren und gleichzeitig nie eine Paar-Beziehung leben - sind das Seelenverwandte im *vergoldeten* Sinn (als Ideale der Paarbeziehung) oder sind das Seelen, die eben ein gemeinsames Thema haben? Und, diese gemeinsamen Themen sind beileibe ja nicht immer nur angenehme oder *vergoldete*... ich empfinde eine starke Verunsicherung beim Lesen Deines Posts @TE, so als seist Du Dir dieser Liebe nicht sicher. Und dafür muss es doch einen Grund geben? Einen greifbareren als die vage Aussicht, es könnte Dir eines Tages *Mr. Right* bzw *Mr. noch viel viel mehr Right* begegnen. Denn wenn ich Deinen Satz lese ich bin sehr sehr sehr glücklich momentan, habe aber irgendwie Angst, ich könnte später meinen "Seelenverwandten" kennenlernen. und das 'aber' weglasse (was immer interessant ist....) dann ergibt sich ein sehr angstvolles Bild. Warum hast Du Angst? |
![]() | 02.02.2012 Danae74: es soll sie ja geben die raum, zeit und konventionen überwindende seelenbeziehung. aber, jetzt relativiere ich mal gewaltig ist manches wunder im digitalen zeitalter auch recht schnell erklärt. da ist es dann kein kunststück und von empathie und feinfühligkeit auch weit entfernt wenn der seelennachbar, nur weil er deinen amazon- account gehackt hat über kunst, literatur und musikgeschmäckle bescheid weis, mit einem so ins blaue philosophiert. und frau denkt sich noch, was für ein feingeist, woher hat er das gewusst und dabei war alles nur geklaut. und dazu dann noch die neigung der zeitgenossen im netz intimstes preiszugeben, so kann man nähe auch erzeugen. und selbst wenn diesen ganzen umständen zum trotz immer weiter am luftschloß gebaut wird( beiderseits logischerweise) es bleibt ein luftschloß. gut wo sollten seelen auch sonst beheimatet sein als in sphärischen räumen des unkonkreten.... Es geht um Gefühl. Das Gefühl verstanden, geborgen, "zu Hause" zu sein. Es geht nicht um Inhalte, sondern Form. Bewusstsein und Präsenz. Der vermeintliche Nachteil der Selbstoffenbarung kann gleichzeitig als Vorteil gesehen werden: In dem Moment, wo ich vieles über mich preis gebe, verheimliche ich gleichzeitig eine ganze Menge. (Ich für meinen Teil tue das zumindest.) Sichtbare (Schein-)Übereinstimmungen sind vernachlässigbar. Es geht um eine Idee. Inwieweit diese nur Projektion ist, bleibt oder sich auflöst und transformiert, steht auf einem anderen Papier und ließe sich fragen, inwieweit nicht alles im Leben nur Projektion ist. Aber diese Überlegungen führen an der Stelle wohl in jederlei Hinsicht zu weit. Hilfreich sind möglicherweise die Fragen: "Warum gehe ich davon aus, dass mein Gegenüber und ich seelenverwandt sind?" "Warum ist mir das wichtig?" "Was würde passieren, wenn wir es nicht sind?" "Was passiert, wenn ich einen zweiten Seelenverwandten treffe?" Ich denke Seelenverwandtschaft ist so ein romantisch verklärtes Ideal. Die blaue Blume, der heilige Gral, Platons Kugelmensch und was es nicht alles gibt. Die einzigartige Besonderheit und Bestimmtheit, die mich, meinen Gegenüber, das Leben und unsere Existenz nicht überflüssig, redundant und austauschbar scheinen lassen. Ein Gefühl von Zugehörigkeit, Bedeutsamtkeit und Wichtigkeit. In einer Welt, in der es auf den Einzelnen nicht und doch ankommt. |
![]() | 02.02.2012 der heilige gral @versuchender, det stimmt: auf verpackungen von seelenverwandschaftsprodukten sollte der gesundheitsminister aufdrucken lassen: seelenverwandschaft gefärdet ihre objektivität. führt zu schlafmangel, herzrasen, lässt die haut altern. es kommt der tag, da werden sie sich in der u- bahn nicht mehr zu recht finden. sie werden an der überhöhung ihrer erwartungen zunehmend scheitern. Empfehlung vom amt; tragen sie es mit humor, besser totgelacht ausgelacht. |
![]() | 02.02.2012 projektion @veruchsdochmal; naja im analogen leben ist det nicht ganz so einfach mit der projektion, das gegenüber kann sich ganz real und tatkräftig gegen meine seelischen übergriffe wehren. man neigt auch selber nicht so sehr dazu übergriffig zu werden. außer in speziellen dafür vorgesehenen sitzungen. wie war das mit der übertragung in der therapie, spielt das nicht in der psychoanalyse eine entscheidende rolle? aber da sitzt seelenfrack ja auch einem profi gegenüber, der muss das dann abkönnen. manchmal gaub ich hier am virtuellen seelenstrand spielen sich ähnliche szenen ab, wie beim psychiater. nur sind die wenigsten hier profis und können sich n abgrenzen. dumm gelaufen und dann bilden sie sich ein "det ist so großartig, det kann nur seelenverwandschaft sein". scheiße eigentlich. warum nehmen sich das so viele an, warum klebt das an ihnen, warum idntifizieren die sich mit dem gedankenwust anderer völlig unbekannter menschen. helfersyndrom? oder noch was anderes? |
![]() | 02.02.2012 stimmt @versuchsnochmal; du hattest es bereits gesagt: "Es geht um Gefühl. Das Gefühl verstanden, geborgen, "zu Hause" zu sein. Es geht nicht um Inhalte, sondern Form. Bewusstsein und Präsenz." das netzt als riesengroße gruppentherapie: ..oh gott ihr lieben ich bin normal, holt mich hier raus! |