| JA, WENN DIE QUALIFIZIERUNG STIMMT. | 58% | (90) | |
| NEIN, AUF GAR KEINEN FALL. | 3% | (5) | |
| DAS MACHE ICH ABHÄNGIG VON DER PERSÖNLICHKEIT UND AUSSTRAHLUNG. | 37% | (58) | |
| Teilnehmer insgesamt: | 153 | ||
![]() | 30.12.2010 Arbeitsplatz für eine Transgender Ein Hallo an alle Interessierten, ich komme ins grübeln und überlege mir ob es Jobs für Transgender (egal ob M-2-F oder F-2-M) gibt. Dabei meine ich Tätigkeiten außerhalb des sogenannten Rotlichtmilieus. Klar ist das auch von der Qualifizierung abhängig aber sollte diese stimmen und passen was passiert dann? Habt Ihr Erfahrungen beziehungsweise Meinungen dazu? |
![]() | 03.01.2011 Wo Lebst Du Ich pesönlich würde einstellen nach den OP-s. wenn ich noch mal die Gelegenheit dazu hätte . |
![]() | 11.01.2011 Ich bin der Meinung, daß alle Berufe für angeblich "normale" Menschen auch mit Transgendern funktionieren sollten. Klar,es gibt ein paar Ausnahmen. Eine MzF wird wohl kaum als Sekretärin vom katholischen Pfarrer arbeiten, aber sonst sollte es nur von der Aufgeschlossenheit des Arbeitgebers abhängen. Für TS/TV bietet sich natürlich auch die Möglichkeit übers Hintertürchen: Im Geburtsgeschlecht bewerben und bleiben, bis ein unbefristeter Vertrag besteht, und dann mit dem Betriebsrat die ganze Sache klarstellen und im Beruf outen. Kein Arbeitnehmer kann es sich erlauben, im Angesicht des Betriebsrats Minderheiten zu diskriminieren. Ansonsten bieten sich auch eher tolerantere Berufsfelder an. Wer gut aussieht, kann sich einen Platz hinterm Tresen sichern. Auch bei Film, Musik und Theater sind geschlechtliche Identität und sexuelle Ausrichtung geringere Punkte, als zum Beispiel in der Stahlindustrie. Ich meine damit nicht im Rampenlicht, sondern eher das ganze Drumherum. |
![]() | 12.01.2011 Ja, aber... Hallo Changeling, Dein vorangegangenes Posting unterschreibe ich unumwunden, bis auf einen Punkt: das "Hintertürchen" funktioniert nur in Firmen, die sooo groooß sind, daß man 100%ig sicher sein kann, daß es einen Betriebsrat gibt. Ansonsten "verpufft" die Aktion oder geht wie ein Bummerang nach hinten los. Ich selbst arbeite in der "Stahl-Brange" in einem 5-Mann-Betrieb, Betriebsrat fehlanzeige, war aber bis jetzt nicht notwendig/wichtig aber wenn eine Person einen Beruf hat mit dem eine Stellensuche der "Wühlerei im Heuhaufen" gleicht und dann endlich eine Stelle in einem kleinen, reinen "Männer-Betrieb" ergattert, dann wäre der Cheff in einer echten Zwickmühle. Er sähe sich der Rechtlichen und Gesetzlichen Auflage ausgesetzt für ein "weibliches Firmenmitglied" (sehr treffende Formulierung Wer selbst schon mal gebaut hat weiß, daß das so eine INVESTITION mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden ist. Die meißten derart konfrontierten Cheff´s haben sich dem entzogen, indem sie das Arbeitsrechtsverhältnis wegen "arglistiger Täuschung" beendet/aufgelöst haben und vor den Arbeitsgerichten Recht bekamen oder in einen Vergleich führten, der sehr selten für die betroffene Person zufriedenstellend ausging, weil sie nachweisen konnten, daß die Größe der plötzlich notwendige Investition die Existenz der Firma bedroht/ruiniert. Ein solcher Rat ist also sehr fragwürdig und nicht unbedingt ratsam. Liebe Grüße, Reneé. |
![]() | 14.01.2011 Klar gibt es Branchen in denen es weniger "schwierig" wäre, in denen offenere Menschen arbeiten. In dem Friseur-Salon einer Freundin wäre es ohne Frage möglich aber in meinem Beruf mit Kundenkontakt und einer sehr konservativen Branche ist es nahezu unmöglich sich zu "outen". Allerdings frage ich mich wie sich hier das Gleichstellungsgesetz bzw. das Antidiskriminierungsgestz auswirkt. Es gibt diese gesetzliche Regelung die unabhängig vom Organisationsgrad der Belegschaft ist. |
![]() | 15.01.2011 thjia... ...da sind wir dann wieder an dem Punkt, wo wir feststellen, daß unsere Politiker Gesetze "ersinnen" die in der Praxis "nicht richtig funktionieren", dann die "Reputation unserer Demokratie benutzen" weil das Zulassungsverfahren "ihre fragwürdige Daseinsberechtigung hilft zu verlängern (denn ich glaube, daß kein Wähler "Unfähigkeit" gewählt hat...) und dann unter dem Schutz unserer Verfassung (denn kein "vom Volk frei gewählter Volksvertreter darf einfach wieder abgewählt werden"... auch wenn die Wähler feststellen, daß sie Unfähigkeit gewählt haben !!!) dann die Wähler mit dem Disaster alleinlassen und sich seeehhhr laaange um eine Lösung drücken da die Zeit ja wieder für ihre "Pensionspfründe" arbeitet... ... habe ich das wirklich gerade geschrieben ???!!!???... ... man (Frau auch!) müßte weinen vor Lachen wenn es nicht so traurig wäre, bei so viel Dummheit, Komik und überzeugter Ernsthaftigkeit der beteiligten Protagonisten !... Die nimmer endenwollende Geschichte der Serie von Pleiten, Pech und Pannen !!! Liebe Grüße, Reneé. |
![]() | 15.01.2011 Also unsere Versicherungsvertreterin war mal ein Vertreter in derselben Firma. Die letzte OP ist noch nicht abgeschlossen, sie tritt aber als Frau auf. Es gibt also auch Jobs mit Kundenkontakten, wo ein Outing möglich ist. Nur mal so in den Raum geworfen. ieben Gruß Ophelia |
![]() | 15.01.2011 Es ist immer wieder toll, dass es auch Ausnahmen gibt die dann die Regel bestätigen. gerade im Versicherungswesen, das in meiner Wahrnehmung auch zu den konservativen Branchen gehört. Ist sie selbstständige Versicherungsmaklerin oder fest angestellt? |
![]() | 15.01.2011 Sie ist angestellt, immernoch bei der selben Versicherung. Allerdings ist auch bei ihr nicht alles glatt gelaufen. Ihr Büro in einem Autohaus musste sie aufgeben, weil der Besitzer ein Problem damit hatte. |
![]() | 15.01.2011 Gelobt sei unsere offene und vorbehaltlose Gesellschaft. |
![]() | 16.01.2011 Ich denke mal das transsexuelle Menschen ( MzF oder FzM ) genau wie alle anderen sich normal in die Arbeitswelt integrieren können. Warum auch nicht? ich selber habe auch eine Ausbildungsstelle gefunden. |
![]() | 19.01.2011 Ich arbeite bei einer großen Firma (im Softwarebereich), die auch eine Antidiskriminierungs-Policy hat, die u.A. auch vorschreibt, dass selbst Diskrimierung durch Kunden oder Zulieferer nicht toleriert werden. Ich bin nicht sicher, ob das darüber hinaus geht, was das Gesetz sowieso vorschreibt. Aber zumindest gibt es auch für alle Mitarbeiter freiwillige, aber empfohlene Antidiskriminierungstrainings, in denen man vorwiegend darüber aufgeklärt wird, was die deutschen Antidiskriminierungsgesetze besagen und was die Firmen-Policy besagt. Insofern würde ich hoffen, dass meine Firma Transfrauen und Transmänner genau so einstellt wie Cisfrauen und Cismänner. ("Cis" = "Nicht-Trans") (Vielleicht bin ich zu optimistisch: Ob dann der individuelle Manager mit Personalverantwortung auch so tolerant ist, wie es Gesetz und Policy vorschreiben, das lässt sich natürlich leider nicht immer sagen.) Im Moment werde ich in naher Zukunft nicht in die Verlegenheit kommen, über Einstellungen zu entscheiden. Aber wenn es mal so weit ist, werde ich auch Transpersonen einstellen. Bei Jobs wie Softwareentwickler, Solution Manager (Richtung BWL), Übersetzer usw. hätte ich da überhaupt keine Zweifel. Bei Consultants (Beratern, die zu Kunden gehen), die (noch) nicht "passen" (im englischen Sinn, "durchgehen"), hätte ich schon die Sorge: Was, wenn der Kunde intolerant ist? Da bin ich dann sehr froh um die Firmen-Policy, die sich ganz klar auf die Seite des Angestellten stellt. So werde ich niemals in die Verlegenheit kommen, einem Bewerber aufgrund von Transidentität oder anderer Kriterien (wie Hautfarbe oder Behinderung) nahezulegen, sich doch lieber auf eine interne, weniger sichtbare Stelle zu bewerben. |
![]() | 24.02.2011 Hallo, ich bin Beamtin, da konnte man mich nicht entlassen. Natürlich gab es Vorbehalte, aber dank der Gleichstellungsbeauftragten und freundlicher Kolleginnen und Kollegen ging es dann doch einigermaßen. Viele Grüße Maren |
![]() | 25.02.2011 @ Maren Das finde ich wirklich toll, dass Du solch eine Erfahrung machen durftest. Hattest Du Dich als Mann oder Frau für die Stelle beworben? |
![]() | 25.02.2011 Ich war dort als Mann tätig und habe dann die "Seiten gewechselt". Die Führungsebene handelte nach dem Motto: Ich habe etwas gegen Menschen, die Neger nicht mögen, und ich mag keine Neger im Bus. Sie hatten natürlich Vorurteile, aber sie wollten das nicht zugeben. Da kamen dann Kommentare wie: "Und Sie wollen eine Frau sein" oder "Da müssen Sie sich aber ordentlich anziehen". Der Personalchef verhielt sich korrekt, und mit Hilfe einer Anwältin konnte ich meinen Dienstantritt als Frau durchsetzen. Mit den Kolleginnen und Kollegen ging es besser als erwartet. Denn auch für die Umwelt ist das eine ziemliche Umstellung. Mal einen "Transenfilm" im TV ansehen oder im Fasching als Frau verkleidet - okay. Doch wenn es dann zum Schwur kommt, sieht es anders aus. Insgesamt jedoch habe ich Glück gehabt. |