![]() | 28.08.2010 An alle MS Erkrankten... Hallo allerseits... Habt ihr den Artikel in der MS-LIFE gelesen und was haltet ihr davon...kann das ein Lichtblick werden...? Quelle MSLife... Multiple Sklerose: Blutdrucksenker stoppt Entzündung im Gehirn gehirn_rot 20.08.2010 – Heidelberger Wissenschaftler haben einen neuen Signalweg von Gehirnzellen entdeckt, der erklärt, wie weitverbreitete Blutdruckmittel Entzündungsherde bei Multipler Sklerose eindämmen können. Auf einem bisher unbekannten Kommunikationsweg aktiviert das blutdrucksteigernde Angiotensin den immunologischen Botenstoff TGF-beta. Die Arbeit wurde in Kooperation mit Wissenschaftlern der Stanford University in Kalifornien erstellt und im hochrangigen „Journal of Clinical Investigation" veröffentlicht. Federführend ist das Forscherteam um Professor Dr. Michael Platten, Leitender Oberarzt der Abteilung Neuroonkologie am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe „Experimentelle Neuroimmunologie" am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Angiotensin II ist als Molekül bekannt, das den Blutdruck reguliert. Medikamente, die Angiotensin-Rezeptoren blockieren (AT1R-Blocker), werden millionenfach verschrieben, um einen erhöhten Blutdruck zu senken. Inzwischen hat man solche Rezeptoren aber auch auf zahlreichen Organen und Zellen entdeckt, die nichts mit der Blutdruckregulierung zu tun haben, zum Beispiel auf den T-Zellen des Immunsystems. Das sind Abwehrzellen im Blut, die an Autoimmunreaktionen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie z.B. MS, beteiligt sind. MS ist gekennzeichnet durch zahlreiche Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark, die zu Lähmungen und anderen neurologischen Symptomen führen. Die Wissenschaftler um Professor Platten haben im Tiermodell an Mäusen zeigen können, dass Angiotensin II die Entzündungen im Gehirn fördert. Wurden die Angiotensin-Rezeptoren, also die Stellen, an denen Angiotensin an die Zellen andockt und über die es seine Wirkung entfaltet, mit dem oral verabreichten Blutdruckmittel Candesartan blockiert, ließ die Entzündungsreaktion nach und bei den erkrankten Mäusen bildeten sich Lähmungserscheinungen zurück. „Da AT1R-Blocker sehr häufig zur Blutdrucksenkung verschrieben werden und ein bekanntes Sicherheitsprofil haben, bietet es sich an, sie bald auch an MS-Patienten mit einem anderen Behandlungsziel zu testen", sagt Platten. „Natürlich ist es wichtig, in der Forschung nach zielgerichteten Medikamenten mit neuen molekularen Zielen zu suchen. Wir zeigen mit unserer Arbeit aber, dass man auch herkömmliche Medikamente erfolgreich auf ihren Nutzen bei anderen Erkrankungen untersuchen kann. Diese preiswerten Medikamente mit nachgewiesenem Sicherheitsprofil einzusetzen, hätte natürlich auch eine große gesundheitsökonomische Bedeutung." Die Forscher wiesen nach, dass Angiotensin seine Information an die Zelle über einen Anstieg des Botenstoffes Transforming-Growth-Factor beta (TGF-beta) weitergibt. Ein solcher „Netzwerkpfad" zwischen Angiotensin und TGF-beta war bisher noch völlig unbekannt. TGF-beta kann ganz entgegengesetzte Wirkungen haben: einerseits reguliert und lindert es Entzündungsreaktionen, in anderen Situationen dagegen ruft es Entzündungen hervor und fördert sie. Welche Funktion der Faktor hat, hängt vom umliegenden Gewebe und vom Zusammenwirken mit anderen Botenstoffen ab. Auf den ganzen Körper bezogen scheint TGF-beta den Organismus vor Entzündungen und Autoimmunerkrankungen zu schützen. Paradoxerweise führt im Gehirn jedoch die Blockade der TGF-beta-Produktion zum Abklingen entzündlicher Reaktionen und damit zur Besserung der Symptome. „AT1R-Blocker verhindern im Gehirn nur die durch Angiotensin ausgelösten TGF-beta-Spitzenkonzentrationen, die für die Entzündungsreaktion verantwortlich sind. Die TGF-beta-Basisspiegel sind davon unbeeinflusst, so dass offensichtlich auch die Schutzfunktion für den Rest des Körpers erhalten bleibt", erklärt Platten. Hört sich interessant an...fragt sich nur was diejenigen machen, die einen zu Niedrigen Blutdruck haben... LG Light_ning |
![]() | 30.08.2010 Danke für den Bericht! Wäre ja zu schön um wahr zu sein! LG. Luna |
![]() | 30.08.2010 Hi, interessanter Artikel, danke fürs Einstellen...die Frage ist zum Einen, ob diese Forschungsergebnisse von Mäusen 1:1 auf Menschen übertragbar sind... Und dann werden diese Medikamente vermutlich auch Nebenwirkungen haben...aber ich denke, im einen oder anderen Fall könnte das durchaus ein möglicher Weg sein... Ich muss da mal ein bisschen googeln, glaub ich... Liebe Grüße von der Nixe |
![]() | 30.08.2010 Aber können die Nebenwirkungen denn schlimmer sein, als beim Betaferon? Ich denke nicht! Luna |
![]() | 30.08.2010 Hab grad ein bisschen gegoogelt: Nebenwirkungen können Schwindelgefühl oder, seltener, ein trockener Husten sein...das wär natürlich kein Vergleich mit den Beta-Interferonen... |
![]() | 30.08.2010 Hallo... bin Morgen sowieso bei meinem Neurologen... werde ihn mal auf den Artikel ansprechen, da er sehr Aktiv in der Forschung mitmischt... Wenn ich was neues erfahre, stelle ich es hier rein. ...Nebenwirkungen können Schwindelgefühl oder, seltener, ein trockener Husten sein... sicher hört es sich nicht so schlimm an, aber ich hatte schon mal einen Schub mit Schwindelattacken...das war dann auf die Dauer nicht mehr Lustig... Warten wir es ab...haben ja Zeit Liebe Grüße Sabine |
![]() | 30.08.2010 Neurologe? Ich (m) gesund. Meine Frau hat MS. Wir haben die erfahrung gemacht dass alles was es in der MS Forschung neues gibt bei den meisten Neurologen noch nicht angekommen ist! Deswegen pfeiffen wir auf den Neuro. Sie holt sich dort nur Ihre Rezepte, lässt Standart Unersuchungen machen. Alle Infos die wir haben mussten wir uns selbst besorgen. Man muss Glück haben einen Neuro zu finden der gerade mit MS Erfahrung hat. Zur Zeit ist meine Süße in Reha in St. Wendel. Soll sehr gut dort sein! Der Artikel ist vielversprechend. Mal gespannt was daraus wird! http://www.joyclub.de/img/_.gif |
![]() | 31.08.2010 Mit Neurologen habe ich auch so meinen Spass gehabt. Jetzt habe ich endlich einen gefunden, der akzeptiert, dass ich keine Interferone nehmen möchte und nur die Kontrolluntersuchungen macht! Interessiert mach aber trotzdem, was deiner zu dem Artikel sagt! Luna |
![]() | 31.08.2010 Also Beta(inter)feron scheint auch nicht der ultimative Bringer zu sein, wie es anfangs beworben wurde. Die Leute die wir kennen und Betaferon ausprobiert haben, den ging es danach oft noch schlechter als zuvor und hinzu kommt, das man sich täglich spritzen muss. Auf die Dauer eine ziemliche quälerei, wie wir meinen. Als wir uns deswegen gegen Betaferon entschieden haben, wollte der Arzt das nicht akzeptieren und wegen dem aktuellem Schub verwies er direkt ins Krankenhaus und lehnte jede andere Hilfestellung ab. Da hat man schon den Eindruck, das die daran kräftig verdienen. Entsprechend kritisch sehen wir dann auch erst einmal alle neuen Mittel. All zu oft können da auch ganz andere Interessen hinter stecken und gerade die MS´ler sind oft nur Crashtestdummies bzw. Versuchskanninchen. Aber gerade bei einer Krankheit wie der MS kann man sich sowieso nicht viele Versuche leisten. Nun zum Thema. Da unsere "Sie", seit ihrem 16.ten Lebensjahr an MS erkrankt, einen sehr niedrigen Blutdruck hat, kommt das wohl nicht in Frage. Wegen ihres so niedrigen Blutdruckes nimmt sie seit nunmehr ca. 2 Jahren Blutdruck steigernde Mittel. Im Umkehrschluss zu diesen Artikel würde dieses jedoch bedeuten, das bei Einnahme von Blutdruck steigernden Mitteln die Schubhäufigkeit bzw. die Entzündungen zunehmen könnten. Das war bei uns jedenfalls nicht der Fall und die Einnahme hatte bis jetzt keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. LaRon |
![]() | 31.08.2010 Also... habe meinen Neuro darauf angesprochen... Er sagt es klingt viel versprechend, aber von den letzten 100 Neuen Stoffen/Medikamenten ist nur 1 zugelassen worden und hilft auch. Deswegen ist das ganze noch nicht spruchreif. Ich habe überdies auch 5 Jahre Interferone gespritzt und aufgrund immer mehr werdender Nebenwirkungen aufgehört. Seit dem ich nicht mehr spritze geht es mir entsprechend gut. Für mich käme das Mittel auch nicht in Frage wegen zu Niedrigen Blutdruck... Also...weiter abwarten und Tee trinken... LG Sabine |
![]() | 31.08.2010 Moment mal! Ich gehe davon aus, dass dieses Medikament mit dem Wirkstoff schon auf dem Markt ist!? Also könnte theoretisch jeder mit Hochdruck auf dieses Medikament wechseln - oder sehe ich das falsch? Luna |
![]() | 31.08.2010 Hallo... Luna, ich glaube nicht das dass Medikament schon auf dem Markt ist. Es muss wohl der Wirkstoff im Blutdrucksenkemden Medikament sein, der diese Wirkung auf die MS hat. LG Sabine |
![]() | 31.08.2010 Naja, aber ich dachte dieses Blutdruck senkende Medikament gibt es schon und sie haben jetzt erst rausgefunden, dass es vielleicht auch bei MS helfen könnte! Luna |
![]() | 31.08.2010 Hallo... die Blutdrucksenkenden Medikamente gibt es wohl schon, und sie haben wohl die Wirkung bei der MS festgestellt. Aber wie gesagt, ob sie für die MS daraus ein Medikament entwickeln steht wohl noch in den Sternen... LG Sabine |
![]() | 05.09.2010 Hm... Also ich war im August in der MS-Ambulanz der Uniklinik Würzburg der Arzt dort sagte mir das am Anfang des kommenden Jahres ein neues MS Medikament auf den Markt kommt es werden momentan noch Studien dazu gemacht . Also sind wir mal auf dieses Medikament gespannt ... LG Lady_katze |